

Portabilität
Portable Programmiertechniken lassen die SESIS-Umgebung auf allen Betriebssystemen laufen. Externe Codes, die in beliebigen Programmiersprachen geschrieben sein können, werden durch Wrapper-Software integriert. Das Basissystem (Reconfigurable Computing Environment, RCE) ist in Java implementiert und somit genauso wie die in Python geschriebenen Wrapper auf Unix- und Windows-Betriebssystemen lauffähig.
Plug-In Architektur
SESIS basiert auf der Architektur OSGi (Open Systems Gateway Interface), in der ein minimales Laufzeitsystem lediglich das Starten und Beenden von »Plug-Ins« organisiert. Das System funktioniert, indem der Nutzer verschiedene Plug-Ins hinzufügt. Bekannt wurde das Konzept durch seine Verwendung in der Entwicklungsumgebung Eclipse. Es ermöglicht eine auf die individuellen Bedürfnisse des Nutzers zugeschnittene Systemkonfiguration.
Offenheit für Erweiterungen
SESIS bietet vielfältige Schnittstellen für Erweiterungen an. An die so genannten »Extension Points« können neue Module angeschlossen werden. Beispiele hierfür sind externe Simulationsprogramme, wie Ansys oder Simplorer, spezielle schiffbauliche Entwicklungen, z.B. aus dem E4-System der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft, oder grafische Benutzerschnittstellen zu deren Steuerung oder Visualisierungswerkzeugen, wie Gnuplot oder proprietäre Codes.
Sicherheit
SESIS verwendet zur Authentifizierung und Autorisierung Benutzerzertifikate, wie sie heute in sicherheitskritischen Netzinfrastrukturen Stand der Technik sind. Die Zertifikate für SESIS stellt eine »Certificate Authority« aus, die beim Center for Maritime Technologies (CMT) angesiedelt sein wird. Diese Zertifikate ermöglichen den Nutzern einen transparenten und unmittelbaren Zugriff auf alle Ressourcen einer SESIS-Installation, für die sie eine Berechtigung erhalten haben. Die schiffbaulichen Daten legen die Nutzer in Standard- Datenbanken (z.B. SQL oder XML) oder in verteilten Dateisystemen über WebDAV ab. Zugriffsrechte für Daten und Methoden vergibt der Eigentümer der Daten. Beim Zugriff werden die Rechte durch SESIS kontrolliert und bei Bedarf auch protokolliert, um missbräuchliche Zugriffe auszuschließen.
Zusammenarbeit über Firmengrenzen hinweg
SESIS ermöglicht die Zusammenarbeit von Entwicklergruppen mehrerer Firmen durch die Verwendung internetbasierter Kommunikationsprotokolle. Basierend auf Grid-Technologien werden projektbezogen virtuelle Organisationen gebildet, die auf Zeit in einem Projekt zusammenarbeiten. Der Zugriff auf gemeinsame Ressourcen kann den Partnern – auch über Firewalls hinweg – gestattet werden. So lassen sich verschiedene Komponenten gleichzeitig entwickeln.
