
Die Simulation verschiedener Varianten der Antriebsanlage im Zeitbereich hilft bei der frühzeitigen Erkennung von Konzept- und Dimensionierungsfehlern. Für Teile des Gesamtsystems aus dem jeweiligen Kompetenzfeld der Werften bzw. Zulieferer existieren häufig Simulationscodes. Die übliche Programmierung von Ersatzmodellen für die Fremdkomponenten sowie der umständliche Datenaustausch werden in SESIS durch eine direkte Kopplung der Simulationen über Rechnergrenzen hinweg ersetzt.
Schiffs- und Propellermodelle auf einem werftseitigen Rechner sind mit Modellen eines elektrischen Propellerantriebs inklusive der elektrischen Energieerzeugung und Bordnetzversorgung auf einem Rechner beim Zulieferer über das Internet koppelbar und gemeinsam simulierbar. Auf beiden Seiten werden während des Simulationslaufes unabhängig voneinander die Differentialgleichungssysteme iterativ im Zeitbereich gelöst.
In der Simulationsvorbereitung stellt die Werft die Schiffsdaten und ihre Anlagenkonfigurationen und Betriebsfälle – im Wesentlichen die Ladefälle – bereit.
Beim Zulieferer werden vor der Simulation die elektrischen Komponenten ausgewählt, mit Daten versorgt sowie die Simulationsparameter vorgegeben. Während der Simulation sorgt SESIS für die Synchronisierung der verteilten Simulation sowie den Datenaustausch. Außerdem werden die Ergebnisse visualisiert und in eine Datenbasis abgelegt.
